Ab in die Freiheit

16 06 2009

Seit nunmehr fast einer Woche ist unser Knuddel auf Freiersfüßen unterwegs. Ein kleiner Schritt für das Knuddel, ein großer für mich, ihn loszu- und den Gefahren des Alltags draußen zu überlassen. Man hängt dann doch sehr an dem knuddeligen Fellknäuel, dass man großge- und erzogen hat und das einen abends schon sehnsüchtig hinter der Tür sitzend erwartet und begrüßt hat … Mit Peilsender ausgestattet gings ab in die Freiheit. Balkontüre auf, Knuddel raus, Katzenleiter runter und weg war er. Blieb die ungewisse Frage: „Kommt er wieder????“ Etwas mulmig war mir schon zumute. Der einzige Trost war der Sender, den er trug, um ihn notfalls wiederfinden zu können. Zur Ablenkung bin ich wieder in die Wohnung und habe angefangen, Wäsche zu machen. Aber meine Sorge war vollkommen umsonst, denn nach knapp 5 Minuten strich mir der kleine Held schon wieder um die Füße, als wollte er sagen: „Mach Dir keine Sorgen, ich weiß wo ich wohne, ich komme schon wieder und die Katzenleiter hab ich auch kapiert, die kann man nicht nur runter, sondern auch wieder heraufklettern …“ Es folgten weitere Erkundungstouren, doch kam er alle Weil wieder zurück, als ob er nachschauen wollte, ob ich auch da bin. Abends kam er auch brav nach Hause, jedoch ohne Halsband (mit dem „teuren“ Peilsender!!!). Also haben wir mit dem Peilgerät nicht die Katze, sondern das Halsband gesucht. Unglaublich, aber soviele Nachbarn haben wir in der ganzen Zeit noch nicht kennengelernt, seit wir in Steißlingen wohnen ;-) Aber alle gaaaanz nett. Nach einiger Zeit haben wir die Suche dann auch erfolgreich beendet. Am kommenden Tag haben wir noch 2x nach dem Band gesucht, da unser Kleiner leider immer ohne wieder kam. Das war uns dann doch zu doof und wir entschieden uns, den Sender direkt auf das Flohband zu montieren. Und siehe da, seitdem kommt der kleine Streuner mit Sender nach Hause ;-)


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